Vom >anti< gegen etwas zum >pro< für etwas (Ursulas Nachlese zum Wahlzirkus in Thüringen)

Kurzer Überblick zur Landtagswahl in Thüringen:

Nach den Landtagswahlen in Thüringen im Oktober 2019 war die Regierungsbildung schwierig.

Die Linke war stärkste politische Kraft mit dem beliebten Ministerpräsidenten Bodo Ramelow. Sie war auch jetzt noch mit 29 Sitzen im Landtag stärkste Partei, doch selbst mit SPD (8) und Grüne (5) Sitzen fehlten immer noch 2 Stimmen an der Mehrheit.
Die CDU (21) hätte es mit AfD (22) und FDP (5) geschafft, doch CDU und FDP hatten ein Zusammengehen mit der AfD vor der Wahl kategorisch ausgeschlossen.
Doch am Mittwoch, den 5. Februar 2020, wurde völlig unerwartet der von der kleinen FDP, die es gerade geschafft hatte, mit 5 Prozent wieder in den Landtag zu kommen, der ins Rennen geschickte Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten Thüringens gewählt. Die Thüringer hatten auf jeden Fall die rot-rot-grüne Regierung loswerden wollen. Das war geschafft.

Im Leitartikel von Ulrich Windolph im Westfalen-Blatt (511.20) war zu lesen:
„Das an einem Strang ziehen von FDP + CDU + AfD ist der Sündenfall schlechthin.“ (…) „Die politische Kultur unseres Landes hat einen brutalen Tiefschlag erlitten, der lange nachwirken wird.“
Die Parteivorstände von CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke kochten vor Wut und Entsetzen.
Die Emotionen gingen hoch.

Was ist denn passiert? Warum denn diese Aufregung?
Eine übliche Landtagswahl fand statt mit bekannten Parteien, um 90 Landtagsabgeordnete zu wählen. Drei Parteien zogen an einem Strang. Ehrlich gesagt, die passen doch noch am besten zusammen. Und das soll nun der Sündenfall schlechthin sein? Wieso denn?

Sie wählten in geheimer Wahl den Ministerpräsidenten und das wurde – sicher für alle, auch für den Gewählten selber – eine Überraschung. Doch auch das ist nicht außergewöhnlich bei einer Wahl. Immerhin hatten CDU und AfD die meisten Wähler.

Verehrte, liebe Landsleute, wo blieben eigentlich wir, das Volk, der oberste Souverän, wie es im Grundgesetz der BRD heißt?

Die erst vor etwas über 5 Jahren gegründete AfD sitzt mit mehr als 90 Abgeordneten im Deutschen Bundestag – säßen sie nicht dort, könnte ich nicht einmal vom „Deutschen“ sprechen. Sie ist ebenso in alle Landtage eingezogen.

In Thüringen haben die etablierten Parteien die Maske fallen gelassen. Unsere, des Deutschen Volkes, politischen Vorstellungen interessieren nicht, JENE brauchen uns nur als Wähler – noch!! Sie sind die Guten und haben den Kampf gegen die Bösen, die Rechten, aufgenommen. Was rechts ist, bestimmen sie.

Als Hauptfeind von rechts gilt zur Zeit die von Millionen deutschen Bürgern gewählte AfD.
Daß mit den Stimmen der AfD in Thüringen ein Ministerpräsident gewählt wurde, nennt dieser „eine Schande, die ihn belastet.“ „Diese Wahl“ soll der Sündenfall schlechthin sein.“ „Es war eine intrigante Absprache“. „Das war Wahlbetrug im großen Maßstab.“ Seiten ließen sich füllen mit solchen Wählerbeleidigungen und dem offenen Verrat der Demokratie.
Merken die Journalisten das denn gar nicht?
Sie kennen doch die Wahlergebnisse von Sachsen-Anhalt, Sachsen und nun Thüringen. Und wieso sprechen Journalisten ausgerechnet über Wahlentscheidungen im Gebiet der DDR mit religiösen Begriffen „Sündenfall“? Merken sie denn nicht, wie sie zu Antidemokraten werden, die Diktatur wieder durchschimmert?

Während die Wahlen in Thüringen jedes klare Nachdenken fortspülten, hatten bei der Gedenkveranstaltung „75 Jahre Befreiung von Auschwitz“ der deutsche Bundespräsident und der französische Präsident Macron in Yad Vashem Reden gehalten. Frank-Walter Steinmeier wies auf die unsühnbare deutsche Schuld hin und Emmanuel Macron erklärte: „Wir haben kein Recht zu vergessen.“
Das gilt für die Deutschen Opfer des Bombenkrieges und die Millionen Vertreibungsopfer genauso, wie für alle Opfer von Unrecht und Krieg. Ungeheures geschah in dem Jahr 1945, was Menschen Menschen zuzufügen vermögen.

Wenn in Thüringen und anderswo die Regierungsmitglieder vereidigt werden, dann sollte nach dem Eid jedem Minister, schön in Eichenholz gerahmt, eine Tafel übergeben werden vom jeweiligen Präsidenten mit der Bitte, es über dem Bett aufzuhängen:

Bedenke, daß Du ein Deutscher bist!

Und aus dem Amtseid, Art. 56 Grundgesetz:
„Ich schwöre, daß ich meine Kraft dem
Wohle des deutschen Volkes widmen………..
und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde.“

Ursula Haverbeck

Kampf gegen „Rechts“ – Kampf für „Klimaschutz“ – Was ist das?

Seit Jahren wird in der Bundesrepublik von Parteipolitikern aufgerufen zum „Kampf gegen Rechts“, angeblich zur Rettung der Demokratie, und von Schülern zum „Kampf gegen CO2“, angeblich zur Rettung des Klimas.

Sie wissen nicht, wovon sie reden, sonst würden sie „rechts“ nicht zu einem Substantiv machen und es großschreiben, wie ein Hauptwort, dabei ist es doch nur eine Präposition, eine Ortsangabe im Bezug zu etwas Bestehendem.

Und was Klima ist, das sagt die Weltorganisation für Meteorologie lakonisch:
„Das Klima hängt ab von dem über 30 Jahre ermittelten Temperaturdurchschnittswert einer Region.“

Das Klima läßt sich nicht schützen und es kann – wie heute vielfach behauptet wird – durch den Menschen auch nicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden, weil es seinem Wesen nach ein Schwankendes ist. Das können hoffentlich bald die Erfinder solche „Kämpfe“ an sich selbst erleben.

Zum Jahresbeginn 2020 war in einer mittelgroßen Tageszeitung am 3. Januar zu lesen:
„Ursula von der Leyen, als Kommissionspräsidentin, muß den Aufbruch in eine CO2-FREIE Zukunft organisieren und durchsetzen.“

Wissen Sie, liebe Mitbürger, was das heißt?
Das hieße nicht mehr und nicht weniger, als Europa in eine Wüste zu verwandeln.

Das grüne Herz Europas und die ca. 30 Länder ringsum leben von drei Dingen: Kohlendioxid (CO2) aus der Luft, Wasser (H2O) aus dem Erdreich und Sonnenwärme und Licht aus Himmelshöhen. Aus deren Zusammenwirken und Sich-Verbinden entsteht die Welt des Lebendigen, die grüne Pflanzendecke der Erde, von der wiederum Tiere und Menschen leben. Ob der Schreiber das tatsächlich nicht wissen sollte? Bei einem Leitartikel ist wohl kaum davon auszugehen, daß der Schreiber nicht weiß, was er redet und schreibt.

Früher im 20. Jahrhundert stand das unter dem Stichwort „Photosynthese“ in jedem Lexikon und Biologieschulbuch. Doch schon im 3-bändigen kleinen Duden von 1983 steht bei Photosynthese nur: siehe Assimilation.

Wie dem auch sei, wir müssen uns sofort der Gegenwart als beginnender Zukunft zuwenden. Wir befinden uns bereits im Zusammenbruch des bisherigen Wirtschaftslebens. Wir wissen, wer das systematisch eingeleitet hat. Die Deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts ist bestens aufgearbeitet, besonders hilfreich im Großen Wendig, einem Zeitgeschichte-Nachschlagwerk, von dem Naturwissenschaftler und Politiker Dr. Rolf Kosiek und dem Historiker Dr. Olaf Rose in fünf Bänden vorgelegt. Das Konfirmationsgeschenk!

Doch jetzt können wir nicht mehr dem Vergangenen nachsinnen. Jetzt gilt hic et nunc – hier und jetzt – und „der Zukunft zugewandt“, ausgehend von dem, was Europa gegenwärtig darstellt: ein im technischen Fortschritt geistiger Verfall.

Auch die Noch-Kanzlerin hat eine Neujahrsansprache gehalten und zu „Mut zu neuem Denken“ und „zur Bereitschaft, Neues zu wagen“, aufgerufen. Doch was heißt hier neues Denken? Es wird wie immer die Schuld bei anderen gesucht – zurzeit bei den „Rechten“, was immer das ist?

Höhepunkt des geistigen Verfalls erscheint vielen sich verantwortlich fühlenden deutschen Bürgern, das von einen Kinderchor im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gesungene Lied von der Großmutter als Umweltsau. Diese Frauen haben im kaum zu steigernden Ausmaß das ganze Entsetzen des Massenmordes – immer noch Krieg genannt – durchlitten. Ist das die Erziehungskunst der heutigen Eltern- und Lehrergeneration? Sie sind die Generation aus „Aus alt mach neu“!

Wir sangen damals in Erinnerung an Weltkrieg I:

„Setzt ihr euren Helden Steine,
baut ihr einem Mann das Mal,
dann vergeßt der Mütter keine,
die da starben hundertmal,
hundertmal in bangen Stunden,
da die Söhne in der Schlacht
einmal nur den Tod gefunden,
fanden sie ihn jede Nacht.

Und, so wäre zu ergänzen:
saßen sie zitternd jede Nacht
bei Geschützdonner, krachenden Splitterbomben
und Raketen, bei zuckenden Feuerstürmen
in den Keller der brechenden Häuser,
völlig erschöpft mit schreienden Kindern
und der bangen Frage: gibt es aus dieser
Hölle noch ein Entkommen?

Neues Denken begänne bei Selbstkritik

Wahrscheinlich ist bereits mehr als die Hälfte der Fließband-ähnlich erscheinenden Gesetze aus Brüssel oder Berlin nur der unzureichende Versuch einer Fehlerkorrektur von früher verfaßten, unzureichenden Gesetzen, weil nicht vor Verabschiedung zuendegedacht.

Fridays for Future“ ist kein neues Denken. Das beginnt im Kopf und nicht bei Protestmärschen. Statt der Spruchbänder, daß mehr gegen das Kohlendioxid getan werden muß, in den Händen, wäre eine Hacke in der Hand, um den Bauern vom Giftspritzen zu befreien, umweltgerechter, das gilt auch für die Hausgärten.

Der Freitag würde besser eingesetzt für mehr Biologieunterricht, nun nicht noch einmal aus Unwissenheit falsche Gesetze zu machen, bzw. die Geschäftsleute daran zu hindern, mit den Politikern falsche Gesetze auszuhandeln im Interesse des Geschäftes, der Gewinnmaximierung. Das müssen die Schüler erst einmal durchschauen lernen.

Der Sonnabend wäre dann für die praktische Arbeit zu nutzen. Nicht tuten und schreien, sondern praktisch werden und den Bauern Arbeit abnehmen, der Umwelt zuliebe.

Für das Neue Jahr 2020:

Frank-Walter Steinmeier forderte von den Bürgern mehr politische Verantwortung,
Angela Merkel ein neues Denken.
Ich würde sagen, wir brauchen erst einmal mehr Ehrfurcht vor dem Gewordenen. Dann sollte die ehrliche, selbstkritische Frage folgen: Beurteilen wir das Zwanzigste Jahrhundert nicht vielleicht völlig falsch?

Widersprüche lassen sich nicht durch Bücherverbote und Gefängnisstrafen klären. Es bedarf einer offenen Erörterung gegensätzlicher Meinungen.

Da passen Schulen mit dem Ziel OHNE RASSISMUS, MIT COURAGE sehr gut.
Sie wollen keine Abgrenzung von Menschen anderen Glaubens, anderer Volkszugehörigkeit, oder weil sie ihre Herkunft lieben, oder die gegenwärtige Politik für verfehlt halten. Daß dergleichen heute noch offen, obgleich oft gedacht, gefordert wird, ist ein sehr schlechtes Zeichen für die Parteienkratie.

Also für die ganze Meinungsfreiheit
mit Mut zur Zukunft!

Ursula Haverbeck

Zum Jahr 2020

Don Quichote kämpfte gegen Windmühlen – um 1600 –
BRD-Parteipolitiker gegen Rechts – um 2000 –

In der Weihnachtsansprache 2019 mahnte der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu mehr Verantwortung. Die Demokratie brauche selbstbewußte Bürger: Mal sehen, ob er es ernst meint?

Wir können ganz einfach formulieren: Eine demokratische Rechtsordnung setzt Demokraten voraus. Bürger, die einen solchen Rechtsstaat wollen und ihre Verantwortung ernst nehmen. Nicht nur in klugen Reden, sondern überall da, wo sie eine Einschränkung oder gar Verhinderung der Freiheitsrechte erkennen, dagegen offen Einspruch einlegen. Hier handelt es sich um die Grundlage und einen der tragenden Pfeiler der Demokratie; in dem Grundgesetz Artikel 1-20.

Es geht um Freiheit – wohlgemerkt! – nicht um triebgesteuerte Willkür.

Bei Schiller heißt es in den „3 Worten des Glaubens“:
„Vor dem Sklaven, wenn er die Ketten bricht,
vor dem freien Menschen erzittert nicht.“

Der Bundespräsident wendet sich unmittelbar an die Deutschen: „Sie alle haben ein Stück Deutschland in Ihrer Hand.“

Das Deutschsein liegt nach Ansicht vieler, besonders jüdischer Anthropologen, im Blut, so auch bei Martin Buber, nicht im Paß.

Wie sollen Paßdeutsche ein Stück Deutschland in ihrer Hand halten?

Als verantwortlicher Bürger, der die Grundrechte, die allen Gesetzen verbindlich übergeordnet sind, ernst nimmt, frage ich mich, wieso herrscht in der BRD ein öffentlich ausgerufener „Kampf gegen Rechts“, gegen rechte Gesinnung, gegen rechte Parteien?

Wissen die Parteipolitiker, die Kirchenführer und die Journalisten nicht, wovon sie reden? Was heißt denn rechts? Wie ist überhaupt diese Wertung zustande gekommen? Wieso hat in der Deutschen Sprache die Ortsangabe „rechts“ etwas mit „Recht“ zu tun? Übrigens ist es im Englischen genauso.

Die Bezeichnung, ob etwas rechts oder links liegt, geht auf den menschlichen Körper zurück, der zwei Hände und zwei Beine hat, die unterschieden wurden, zum Beispiel schon zu der Zeit, als das Wort – das Ehrenwort – und der Handschlag noch ein Rechtsmittel waren.

Da war die rechte Hand die Schwurhand und auch die Schwerthand. Die linke, die gegenüberliegende Hand, mit dem Schild zum Schutz von Herz und Kopf. Die Schwurhand hatte etwas mit dem Recht, dessen Ursprung göttlich ist, zu tun. Als ich vor etwa 88 Jahren lernte, guten Tag zu sagen, da hieß es, gib die richtige, die rechte Hand. Manche sagten auch die schöne Hand

Hieraus wird verständlich, warum früher auch den Linkshändern, sobald das in der Schule erkennbar wurde, die Umstellung auf rechts empfohlen wurde.

Die Sprache hat die alte auf den Körper bezogene Orientierung aufbewahrt. Wir beschreiben heute noch einen Ort, indem wir erklären, gehen sie noch etwa 300 m geradeaus, dann liegt linkerhand die Apotheke und rechterhand der Bus-Stopp!!!

Alle Landkarten sind so aufgebaut. Gehen wir von München nach Hamburg, dann liegt rechts der Sonnenaufgang – Osten – und links der Sonnenuntergang – Westen –. Doch fahren wir zurück, dann ist es genau umgekehrt, da liegt der Sonnenaufgang plötzlich links. Wer nur mit Navigationsgerät reist, merkt das natürlich nicht und kann nicht viel mit dem Jahrgott, dem Symbol des Kreises mit dem Kreuz in der Mitte, anfangen. Wir finden es auf großen Felsplatten eingeritzt aus Urzeiten in Schweden.

Gegen was für ein >rechts< soll da denn gekämpft werden?

Und nun lesen wir in der Zeitung, daß man energisch gegen die rechte Gesinnung und gegen rechte Parteien vorgehen müsse, diese Leute sollen das Böse schlechthin sein. Im Landtag in Sachsen wurden mir nicht nur die Sitzordnung und die Beratungsräume usw. gezeigt, sondern auch das Problem erklärt, was sich so durch den Einzug der NPD damals im Parlament ergab: Man brauchte einen zweiten Raum für die Kantine, denn es wäre doch nicht möglich, in einem Raum zusammen zu essen!!! Donquichoterie!

Es sieht so aus, als kämpften die Linken ums Überleben. Sie haben kein Selbst mehr. Sie wissen nicht mehr, wer oder was sie sind.

Dem Ritter von der traurigen Gestalt, Don Quichote, würde doch kein einziger Spanier die Regierungsvollmacht übertragen haben. Und was machen die BRD-Bürger, immer noch in der Mehrzahl? Sie wählen die Lebensmüden als ihre Volksvertreter. Das kann doch nicht nur an Umerziehung, Fernsehen und Handy liegen? Also woran denn?

Liegt es vielleicht an der Wahnvorstellung, daß alle Menschen gleich seien? Dann könnte es aber nur eine Partei geben: Die Rechte, die richtige, und die Linke ist einfach nur falsch, das Entgegengesetzte von richtig.
Liebe Wegbegleiter aus der weiten Welt!

Herzlich danke ich Euch für Eure ausdauernde Unterstützung mit Wort und Gebet und Blumen usw.

Laßt uns das Jahr 2020 freudig begrüßen. Schluß mit der Donquichoterie!
Sachwalter des Rechts und der Religion und erst recht Volksvertreter machen sich nur noch lächerlich mit ihrem Kampf gegen Rechts.

Wir werden dem übergeordneten Recht, das in allen Religionen göttlichen Ursprungs ist, wieder den ihm gebührenden Platz in Ehrfurcht einräumen.

Eure Ursula

Bericht über die persönliche Anhörung am 4. Dezember 2019 zur Aussetzung derVollstreckung des Strafrestes nach 2/3 der verbüßten Haft im Landgericht Bielefeld

Das Prozedere

Da ich eine solche Anhörung nach der Hälfte der verbüßten Halbzeit schon einmal erlebt hatte, wußte ich, was auf mich zukam.
Für ein halbstündiges Gespräch eine Unternehmung von morgens 7 Uhr bis mittags etwa 12 – 13 Uhr mit stundenlangem Warten in kalter Kellerzelle. Ich mußte also Decke, Sitzkissen, Gerichtsunterlagen bzw. Lesestoff und den üblichen Kleinkram – auf Proviant und Getränk verzichtete ich – mitnehmen. Das ging nicht bei wenigstens noch einer „Geh-Sicherheitshilfe“; ich brauchte also einen Rollator, da konnte ich dann auch die Beine auf der Ablage hochlegen, was nach dem Sturz empfehlenswert war. Es wurde auch genehmigt, was ich am Abend zuvor gegen 20 Uhr endlich erfuhr…!

Das war am 4. Dezember. Am 5. heißt es bereits im Beschluß: „…hat die Strafvollstreckungskammer Bielefeld durch die Richterin Oesker als Einzelrichterin beschlossen, daß der Strafrest nicht erlassen wird“.
Es war die gleiche Richterin wie bei der Halbzeitentscheidung. Darüber habe ich schon berichtet. Da ging es mir um den Mißbrauch bei einem Äußerungsdelikt, den es nicht geben kann.

Aus der damaligen Ablehnung wird am 4. Dezember übernommen: „…daß die Antragstellerin an den von ihr gezogenen Schlußfolgerungen bezüglich Auschwitz und Holokaust festhält und weiterhin nicht gewillt ist, die im Paragraph 130 StGB normierte Strafbarkeit ihres Handelns zu akzeptieren“.
Dabei wird aber zugegeben:
„Die Kammer übersieht nicht, daß die Vollzugsanstalt eine vorzeitige Entlassung befürwortet hat. Die Kammer folgt dem indes nicht…“

Was fällt hieran auf? Es wird peinlichst vermieden, die Persönlichkeiten zu benennen, die Derartiges entscheiden, schließlich kann das weder eine Kammer noch eine Anstalt.
Soll damit alles auf die junge Einzelrichterin Oesker abgewälzt werden?
Diese legte ihrer Entscheidung eine Vermutung zugrunde. Reicht das für die weitere Inhaftierung einer inzwischen 91-Jährigen?

Die Beurteilung des Verhaltens im mitmenschlichen Umgang ist positiv seitens der Leitung der JVA, die die Antragstellerin immerhin seit gut einem Jahr kennt.

Was fällt weiter auf?
Die Art der Straftat wird nicht benannt. In der Regel wird sie aber in Begründungen, insbesondere von Verurteilungen, genau angegeben.
Hier heiß es: „…die Antragstellerin hält an den von ihr gezogenen Schlußfolgerungen bezüglich Auschwitz und Holokaust fest. Sie sei nicht gewillt, die Strafbarkeit ihres Handelns zu akzeptieren.“
Aber was ist denn ihr Handeln, an dessen Folgerungen sie festhält? Das wird verschwiegen.

Die strafbare Handlung besteht in der bis heute (…)

Die Vermutung der Einzelrichterin Oesker bestand in der Feststellung: „Wenn ich Sie hier so vor mir sehe, dann bin ich sicher, daß Sie bei Freilassung genau so weitermachen werden mit Seminaren und Vorträgen und Herumreisen zu diesen Themen.“

„Wie kommen Sie darauf?“, war meine Entgegnung, „ich habe Ihnen doch gerade erklärt, daß ich zurzeit überhaupt nicht weiß, was mein Körper nach fast zwei Jahren Haft hergibt. Ich muß zunächst die dringenden ärztlichen Behandlungen absolvieren und außerdem will ich etwas ganz anderes, was meinem Alter besser entspricht: ich möchte eine Chronologie des Rechtslebens ab 1980 schreiben.“

Doch die Richterin, wahrscheinlich ein halbes Jahrhundert jünger als ich, fand offensichtlich ihre Vermutung realistischer – oder hatte den Auftrag, es so zu sehen.

Der Antrag auf Entlassung nach 2/3 der verbüßten Haftstrafe wurde abgelehnt.

Ursula Haverbeck

Adventsgrußbotschaft von Ursula Haverbeck

Liebe Freunde und die ihres Volkstums bewußten Freunde in aller Welt!

Für eine besinnliche Ruhepause in der Adventszeit, zur Erinnerung an die Hintergrundmächte anderer Art als die heute oft aufgebauschten Angstmacher.

Mit meinem herzlichen Dank für unermüdliches Gedenken, Briefe, Aktionen, Bildkarten und wunderschöne Blumen, wünsche ich Ihnen allen persönlich ein frohes Fest und uns gemeinsam ein Gesundheit und Frieden bewahrendes Jahr 2020.

Im Anfang war das Wort“

Diese erste Zeile aus dem Prolog des Johannesevangeliums hat bis heute immer wieder ein Überdenken, auch ein Infragestellen der zwei Hauptwörter >Anfang< und >Logos< hervorgerufen.

Bei >Anfang< tauchte unweigerlich eine Gedichtzeile von Hermann Hesse auf: „denn jedem Anfang wohnt ein Ende inne“.

Das war hier nicht gemeint. Es handelte sich doch um etwas, wie in der deutschen Vorsilbe -ur- angedeutet wird: Ursprung, urtümlich und dann vom >ur< zu >ar< in Archetyp, Architekt usw. Im Griechischen heißt es >archä<.

Trotz neuer Einheitsübersetzung bleibe ich beim: Im Urbeginne war das Wort.

„Logos“ mit „Wort“ wiederzugeben, weckt zunächst auch Zweifel. Schon ein einfaches Fremdwörterlexikon gibt eine Vielzahl von Bedeutungen für Logos an: Geist, Bewußtsein, Sprache, Wort, Gott, Christus – Welcher dieser Ausdrücke enthält bei Allgemeinverständlichkeit dennoch eine Ahnung vom Bedeutungsumfang? Dann tauchen im Bewußtsein auf:

>Deutschland, heiliges Wort<

>du voll Unendlichkeit< – da ich nicht weiß, ob dieses Lied heute noch bekannt ist.

>Das Wort sie sollen lassen stahn<‚ >du darfst das nicht wortwörtlich nehmen< und auch: >das ist ein großes Wort<. Und schließlich noch die >Ich-bin<-Worte Jesu am Kreuz.

Das Wort habe ich beibehalten.

Die folgenden Zeilen bis zu: „Ein Mensch trat auf“ behalte ich bei und lernte sie auswendig. Erst jetzt wurde dabei die Tiefsinnigkeit ganz erkennbar.

Im Urbeginn war das Wort,

und das Wort war bei Gott

und ein Gott war das Wort.

Dieses war vom Urbeginn bei Gott.

Alles ist durch dasselbe geworden,

und ohne es wurde nichts

von dem Gewordenen.

In ihm war das Leben

und das Leben

war das Licht der Menschen,

und das Licht leuchtet

in der Finsternis,

aber die Finsternis hat es nicht erfaßt.

Und ein Gott war das Wort, die Einheit von Wort, Sprache und Denken kündigt sich an und die darin enthaltene Schöpferkraft. Denken wir an die erste Schöpfungsgeschichte des AT 1,3: „Gott sprach: ‚Es werde Licht‘, und es wurde Licht.“

„Sesam, öffne Dich“ heißt es im arabischen Märchen, und der Berg öffnete sich, und Entsprechendes ereignet sich auch in den Grimm’schen Märchen. Kaum hatte er den Wunsch ausgesprochen, da hatte das Pferd einen schönen Sattel auf dem Rücken.

Und in dem Finnischen Nationalepos, „Kalewala“, da besingt der alte Väinämöinen die Fichte und ihren Wipfel, den Großen Bären und den Mond, und staunend betrachtet der Schmied Ilmaringen den Baum. Er steht da.

Ein Gott war das Wort und alles ist durch dasselbe geworden von dem Gewordenen.“ Das ist nicht anders zu verstehen, als Gott und Sprache sind eins. Die Sprache ist der in Erscheinung getretene Geist.

Die Menschen werden über die Welt nach ihren verschiedenen Sprachen zerstreut. Das wird ganz gezielt als Gottes Wille dargestellt: in Genesis I, 10,5:

Von ihnen trennten sich die Inseln der Völker in ihren verschiedenen Ländern, jedes nach seiner Sprache, gemäß ihren Sippen innerhalb ihrer Völker.“

Ausführlich wird die Sprachverwirkung und Zerstreuung der Völker nach ihren Sprachen dargestellt, im letzten Kapitel der Genesis I, 11 Der Turmbau zu Babel.

Ich weiß nicht, was in die Vertreter des Christentums gefahren ist, daß sie meinen, die Völker abschaffen zu können. Jede ihrer Sprachen ist eine bestimmte Weltanschauung. Alle zusammen nur können zu dem großen Einen gelangen, zur Ganzheit des Schöpfergeistes, der mittels der – schon vorhandenen – Sprache bewußt wird.

Wilhelm von Humboldt hatte auf die Frage nach dem Anfang von Mensch und Sprache geantwortet:

„Der Mensch ist, weil er Sprache hat, und er hat Sprache, weil er Mensch ist“. Das >dahinter< oder >davor< bleibt im Dunklen.

Das Wort, der Logos, war nicht nur von Anbeginn bei Gott, es ist Gott, wie es dann im Christentum, Johannisprolog 1 ff. heißt:

In ihm war das Leben und das Leben war das Licht der Menschen.“

Das leuchtet mir ein“, oder „mir geht ein Licht auf“. Die Sprache weiß es und wir reden es nach.

In dem >Göttlichen in uns< liegt unsere Würde begründet. „Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ So steht es an erster Stelle im Grundgesetz, Artikel 1.

Diese Einheit von Gott und Sprache begegnet uns bildhaft auch im Odinmythos der Edda. Odin, der Geistgott, löst sich vom Weltenbaum, gelangt auf die Erde, liest die Runen, die Wortzeichen – die Buchstaben – auf und schreitet nun von Wort zu Wort und von Werk zu Werk.

Wir lesen noch heute Buch-staben auf den Blättern unserer Bücher, die einst Tafeln aus Buchenholz waren. Und mit ihren Blättern immer noch auf den Baum hinweisen.

Der Baum ist seit je den germanischen Völkern heilig, stammt der Mensch nach der Edda doch vom Baum ab. Alle bedeutenden Ereignisse werden bis heute mit dem Baum verknüpft: der Lebensbaum, der bei der Geburt eines Kindes gepflanzte Baum, der Mai- und der Mittsommerbaum, der Richtbaum, der vor die Haustür zu Pfingsten gestellte Pfingstbaum, und nicht zuletzt der so viel besungene Weihnachts- oder Christbaum.

Hier haben wir eine besonders enge Verschmelzung mit Christentum und germanischer Mythologie.

Das Gegeneinander ist eine Erfindung unserer Feinde – und wie viele sind darauf hereingefallen.

Eines unserer ältesten Weihnachtslieder

Es kommt ein Schiff geladen bis an den höchsten Bord,

trägt Gottes Sohn voll Gnaden, des Vaters ewiges Wort.

Das Schiff geht still im Triebe, es trägt ein teure Last,

das Segel ist die Liebe, der Heilig Geist der Mast.

Der Anker haft auf Erden, da ist das Schiff an Land.

Das Wort will Fleisch nun werden, der Sohn ist uns gesandt.

(Nach einem Marienlied aus Straßburg, 15. Jahrhundert)

Wer denkt da nicht an das Bild zu Mittsommer:

Der von seinem blinden Bruder Hödur getötete Sonnengott Baldur treibt auf dem brennenden Schiff hinaus in das Weltenmeer, entschwindet im Übergang von Himmel und Meer.

Odin aber flüstert: „Baldur kehrt wieder.“

Und in England gab es ein uraltes Weihnachtsspiel, da lag kein Christuskind in der Krippe, sondern der Heiland – oder Heliand – glitt feierlich auf einem Schiff an Land und brachte die strahlende Sonne zurück. (überliefert von Georg Blattmann)

Was nicht heißt, daß die Inkarnation des Gottes im Menschen, in der Heiligen Familie nicht gerade in unserer Zeit eine wichtige Botschaft verkündet.

„Wer vom Volk nicht reden will,

braucht vom Menschen nicht zu sprechen.“

(Hennig Eichberg)

JVA Bielefeld-Brackwede, im November 2019

Ursula Haverbeck

Beschwerde von Ursula Haverbeck gegen die Ablehnung ihrer vorzeitigen Entlassung

Ursula Haverbeck
Umlostraße 100
33649 Bielefeld

 

An das Landgericht Bielefeld
33595 Bielefeld

Bielefeld, 11.08.2019

 

Beschwerde gegen den Beschluß der Richterin Oesker als Einzelrichterin, 19. Strafvollstreckungskammer Bielefeld
Az. 100 StVk 2221/19 (21 Js 814/16STA Detmold)

Hiermit wird fristgerecht Beschwerde eingelegt gegen den Beschluß vom 31.07.2019, hier eingegangen am 8. August.

Richterin Oesker begründet ihre Ablehnung einer vorzeitigen Haftentlassung mit einer bestehenden Mißbrauchsgefahr. Es wird nicht zur Kenntnis genommen, daß es bei einem Äußerungsdelikt eine solche nicht geben kann. Das ergibt sich bereits daraus, daß die Richterin eindeutig erklärte, der strafbare Mißbrauch bestünde in diesem Fall schon in der wahrheitsgemäßen Angabe des Haftgrundes auf die Frage danach.

Will die Beschuldigte keinen Mißbrauch begehen, wird ihr also zugemutet, entweder drum herumzureden oder zu lügen. Das ist ungeheuerlich – und dann noch von einer Richterin. Fragen Sie sich bitte einmal, was redlich denkende Bürger sagen werden, wenn ich ihnen erkläre, daß ich ihre Frage nicht beantworten darf, weil ich mich strafbar machen würde, denn meine Straftat sei die Antwort.

Es muß endlich geklärt werden, ob eine Justiz es sich 74 Jahre nach dem Kriege noch länger gefallen lassen kann und will, daß eine für eine bestimmte Gruppe unerwünschte politisch-kritische Meinung als Straftat behandelt werden muß? Das ist auch für viele Mitglieder besagter Gruppe nicht mehr hinzunehmen. (…)

Die Folgen zeigen sich in ihrer Absurdität gerade bei einem solchen Fall: Mißbrauchsgefahr bei einem Äußerungsdelikt, einer Meinungsäußerung! Ich halte es für menschenunwürdig, wenn eine bald 91-Jährige mit den entsprechenden und im Gefängnis beschleunigt zunehmenden Beschwerden aufgrund ihres Alters zugemutet würde, die unausweichliche Klärung dieser Fragen und Widersprüche im Gefängnis abzuwarten.

Ich bitte dabei zu bedenken, es geht letzten Endes nicht um meine Person, es geht um das einst so hochangesehene deutsche Rechtsleben, die Grundlage eines freiheitlichen Rechtsstaates.

Ursula Haverbeck

Zwei Gutachten bestätigen: Immunität für Ursula Haverbeck – Am 26. Mai holen wir unsere Spitzenkandidatin aus der Gesinnungshaft!

In den letzten Wochen und Monaten wurde uns immer wieder die gleiche Frage gestellt: Kommt Ursula Haverbeck aus dem Gefängnis heraus, wenn sie am 26. Mai als Spitzenkandidatin der Partei DIE RECHTE ins EU-Parlament gewählt wird? Mit der Antwort darauf waren wir bislang immer sehr vorsichtig, da wir zunächst das Ergebnis von zwei juristischen Gutachten abwarten wollten. Diese beiden Gutachten liegen mittlerweile vor, sodaß wir Euch nun guten Gewissens die sensationelle Mitteilung machen dürfen:

Ursula Haverbeck darf im Falle ihrer Wahl das Gefängnis verlassen und hat das Recht, persönlich an den ersten Sitzungen des EU-Parlaments teilzunehmen!

Die Ergebnisse der beiden juristischen Gutachten von Rechtsanwältin Gisa Pahl (Hamburg) und Rechtsanwalt Stefan Herbert (Hamburg) können wie folgt zusammengefaßt werden:

Die erste Plenarsitzung des neugewählten EU-Parlaments findet am Dienstag, den 2. Juli 2019, in Straßburg statt. Mit der Eröffnung der konstituierenden Sitzung beginnt die neue Legislaturperiode und die gewählten Kandidaten erwerben ihre offizielle Mitgliedschaft im Europäischen Parlament. Jeder Abgeordnete des EU-Parlaments erhält mit Beginn der Legislaturperiode Immunität, was konkret bedeutet, daß jegliche Beschränkung der persönlichen Freiheit eines Abgeordneten (insbesondere Strafhaft!) während der Dauer der Sitzungsperiode unzulässig ist, sofern das EU-Parlament dies nicht vorher ausdrücklich genehmigt hat.

Grundsätzlich ist es möglich und auch überwiegend wahrscheinlich, daß das EU-Parlament die Immunität von Ursula Haverbeck aufheben wird. Dies kann allerdings noch nicht in der konstituierenden Sitzung am 2. Juli geschehen, da sich zunächst der zuständige Ausschuß mit einem zu erwartenden Antrag auf Aufhebung der Abgeordneten-Immunität beschäftigen muß. Dieser Ausschuß tagt frühestens in der Woche nach der ersten Sitzungswoche des Parlaments. Bei der Anhörung vor dem zuständigen Ausschuß hat Ursula Haverbeck ebenfalls das Recht auf persönliche Anwesenheit und kann dort zur Frage der Aufhebung der Immunität Stellung nehmen.

Sobald der Ausschuß den Antrag auf Aufhebung der Immunität unter Berücksichtigung seiner Komplexität geprüft hat, unterbreitet er dem EU-Parlament einen Vorschlag, den Antrag entweder anzunehmen oder abzulehnen. Es ist zwar überwiegend wahrscheinlich, daß das EU-Parlament die Immunität von Ursula Haverbeck aufheben wird, allerdings ist sie berechtigt, bis zu dieser Entscheidung, die sich über Wochen oder sogar Monate hinziehen kann, an allen Sitzungen des EU-Parlaments persönlich teilzunehmen.

Beide Gutachten der von uns beauftragten Rechtsanwälte kommen zu dem übereinstimmenden Ergebnis, daß das nordrhein-westfälische Justizministerium verpflichtet ist, Ursula Haverbeck im Falle ihrer Wahl für die Teilnahme an der konstituierenden Sitzung des EU-Parlaments einen Langzeitausgang über mehrere Tage zu gewähren. In Anbetracht der Tatsache, daß man einen Tag für die Anreise nach Straßburg einplanen muß, würde sie also am 1. Juli 2019 den Langzeitausgang antreten, um nach Straßburg zu reisen und dort ihren Pflichten als gewählte Europaabgeordnete nachzukommen.

Vom Gefängnis ins EU-Parlament – Am 26. Mai 2019 schreiben wir Geschichte!

Das, was am Tage der Europawahl eintreten könnte, ist einzigartig in der gesamten Geschichte der Europäischen Union: Eine 90-jährige, wegen Meinungsäußerungen inhaftierte Dissidentin kann im wahrsten Sinne des Wortes von der Gesinnungshaft ins Europaparlament gewählt werden! In diesem Fall können wir sie am 1. Juli vor den Toren der JVA Bielefeld-Brackwede feierlich in Empfang nehmen und von dort aus nach Straßburg bringen, wo sie persönlich an der konstituierenden Sitzung des EU-Parlaments teilnehmen wird.

Bei der Europawahl gibt es keine Prozenthürde, deshalb brauchen wir nur ca. 0,6 % der Stimmen, was in absoluten Zahlen (je nach Wahlbeteiligung) etwa 180.000 Stimmen ausmacht. Wir brauchen also 180.000 Deutsche, die ein deutliches Zeichen für Meinungs- und Wissenschaftsfreiheit setzen und mit der Wahl Ursula Haverbecks ins EU-Parlament deutsche und europäische Geschichte schreiben!

Du hast am 26. Mai die einzigartige Gelegenheit, Deinen persönlichen Beitrag dafür zu leisten, daß Ursula Haverbeck aus dem Gefängnis herauskommt, indem Du bei der Europawahl der Partei DIE RECHTE und unserer Spitzenkandidatin Deine Stimme gibst!

Du kannst natürlich auch noch mehr tun: Informiere Deine Freunde und Kameraden, verbreite diese Nachricht und die juristischen Gutachten, unterstütze unseren Wahlkampf mit Spenden oder dem Verteilen von Wahlkampf-Material und mache es überall bekannt:

Am 26. Mai holen wir Ursula Haverbeck aus der Gesinnungshaft – mit Deiner Stimme für DIE RECHTE – Liste 28!

Dortmund, den 9. April 2019
DIE RECHTE-Parteivorstand

Nachfolgend die beiden Gutachten im Wortlaut:
(im PDF-Format)
Gutachten Stefan Herbert
Gutachten Gisa Pahl

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Neujahresworte für 2019 von Ursula Haverbeck

Ursula Haverbeck, Jahrgang 1928

Liebe Landsleute, Freunde und Fürbitter in aller Welt!

Mit Dank für Eure treue Begleitung möchte ich zum Jahresende 2018 zunächst erinnern an drei beispielhafte Schicksale aus vielen, vielen anderen genau so unfaßbaren.

Da hat sich einer der konsequentesten Vorkämpfer für eine wahrheitsgemäße europäische Geschichtsschreibung, der Franzose Prof. Robert Faurisson von uns verabschiedet. Ich bin dankbar, daß ich ihn noch persönlich in Südfrankreich besuchen und sprechen konnte. Er hat viel für Deutschland erleiden müssen, nachdem er sozusagen die Fackel von Prof. Paul Rassinier übernommen hatte. (Paul Rassinier, Historiker, war als französischer Widerstandskämpfer 2,5 Jahre in deutschen Konzentrationslager und bestritt die Schilderung von Eugen Kogon über Gaskammern und Vergasungen mit Zyklon B in Auschwitz z.B. in seinem Buch: „Die Lügen des Odysseus“. Dies nur für die Nachgeborenen, denen die angeführten Namen nichts sagen.)

Nicht nur Deutschland, Europa insgesamt, schuldet diesen beiden europäischen Franzosen großen Dank!

Dann ist das uns alle bedrückende Schicksal des Juristen und Philosophen Horst Mahlers zu nennen. Er hat 2/3 seiner mehr als 10 jährigen Haft verbüßt, ist schwer krank und erhält doch keine Haftverschonung, die ein brandenburgischer Richter sehr überzeugend begründete. Es entsteht die Frage, wieso ein bayrischer Staatsanwalt „Namenlos“ einen Brandburg-preußischen Justizminister vorschreiben kann, wie mit einem kranken, 82 jährigen Häftling umzugehen ist? Ist nicht der Justizminister von Brandenburg zuständig und verantwortlich für die Insassen brandenburgischer Gefängnisse?

Was hat dieser „Kriegsgefangene“, dem gerade auch das zweite Bein amputiert werden mußte, verbrochen?
Mahler hat wie kein anderer sich intensiv mit der Deutsch-jüdischen Schicksalsverknüpfung befaßt, ausgehend von der religiösen Schriften Altes Testament (AT) und Talmud. Das Zitat von Martin Buber welches Mahler in Bubers religiösen Schriften entdeckte: „Die Juden sind das Nein zum Leben der Völker“, impulsierte den Hegelianer Mahler und schließlich beflügelte sein Denken. „Der Wandernde Wer“ von dem israelischen Saophonisten und Autor Gilad Atzmon, welches er ins Gefängnis aus Australien erhielt. Er legte es mir begeistert, dringend ans Herz. Welch reiches und geistiges Leben!

Mahler verfaße unter Zustimmung der JVA-Leitung seine Antwort an Atzmon: „Das Ende der Wanderschaft“ und meinte einen gangbaren Weg in die Zukunft gefunden zu haben.

Und selbst, wenn alles falsch sein sollte, so ist es nimmermehr ein Grund, diesen kritischen scharfen Denker dafür 10,5 Jahre ins Gefängnis zu stecken. Weil er mehr weiß als andere? Hat diese die Angst gepackt?

Das dritte Schicksal, was nur noch als Bankrotterklärung der BRD-Justiz zu sehen ist, aber nicht mehr verstanden werden kann, ist der Prozeß gegen die Geigenlehrerin aus Kanada, die sich bei ihrer Mutter entschuldigt hatte, weil sie nicht ihr, sondern den Medien mehr geglaubt hätte. Der Bruder brachte das in einem Film während einer Veranstaltung. Er erfolgte Anklage, Prozeß.

Sie als Kanadierin wird zu 10 Monaten Gefängnis verurteilt. Er, Deutscher, zu 3,5 Jahren in München, wo man die Geigenlehrerin zunächst in Handschellen vorführte, was erst der massive Einspruch des Verteidigers beendigte. Sie konnten das alles im Internet miterleben – noch!

Nehmen wir noch die Neuaufnahme des Koblenzer Prozesses wegen angeblicher NS-Terroristen-Vereinigung hinzu, dann können wir uns von einem Rechtsleben verabschieden.

In den Zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es einen Text:
„morsche Knochen“, wie es sonst weiter hieß, weiß ich nicht. Nur dieser Satz kommt mir in den Sinn, wenn ich an die Geschehnisse des 20. Jahrhunderts mit seinen zwei furchtbaren Weltkriegen zurückdenke und an den bis heute nachwirkenden Irrsinn.

Die Völker, alle Völker wollen „Frieden auf Erden“. Sie wollen nicht nur Frieden – vielleicht Friedhofsruhe? – sie alle wollen auch die Wiederherstellung von Recht und Freiheit!

„Niemand kann das den Völkern vorenthalten, wenn die Menschen bereit sind, den Preis dafür zu zahlen.“

Nehru

So ist mein Wunsch für die Festzeit und das kommende Jahr, daß wir gemeinsam uns verbinden in der Verantwortung, für Frieden, Recht und Freiheit:

Verantwortung

Schwer ist es zu verstehen,
dass Menschen ohne jeden Sinn
stur, Tag um Tag im Trott dahin
den Weg der großen Lüge gehen.

Der Lüge Last ist schwer –
der Mensch wird klein und krumm –
aus Angst ganz blind und dumm –
sieht keinen Ausweg mehr.

Der doch so greifbar nahe liegt,
er muss nur endlich wagen,
die Wahrheit laut zu sagen,
die letzten Endes immer siegt.

Was wartest Du? Mach Dich bereit
zu dienen der Gerechtigkeit!

Es grüßt ebenfalls aus einem Gefängnis im Dezember 2018
Eure Ursula Haverbeck

Weihnachtswünsche von Ursula Haverbeck

Liebe Mitdenkende und Mitleidende in aller Welt, ich danke Euch von Herzen für die guten Wünsche für Gesundheit, baldige Freilassung und Durchhaltekraft.

Ich habt mir auch viele Gaben zugedacht, Stollen, Gebäck, Pulswärmer, Kalender und Weihnachtskarten für mich zum Verschicken, – das darf ich alles nicht erhalten. Es könnten Drogen hineingebacken oder eingenäht sein, oder vielleicht auch Gift. Hier herrscht ein allgemeines Mißtrauen, was die Ich-Kräfte nicht gerade stärkt.

Und man geht immer noch davon aus, daß alle Menschen gleich sind, obwohl doch inzwischen auch die Naturwissenschaft von der Einmaligkeit eines jeden Menschen ausgeht, wie wäre sonst ein Genabgleich in der Kriminologie möglich zur Identifizierung eines Verbrechens.

Ich muß Euch enttäuschen und mich auch, schickt mir nichts in ein Gefängnis vornehmlich für Drogenabhängige. Es schmeckt auch in Gedanken köstlich und Euch bei Rückkehr – Lebensmittel gehen gleich zurück – ebenso, so hoffe ich.

Andere Sachen werden in der „Habe“ gehortet. Da gibt es dann bei Entlassung nochmals Weihnachtsbescherung!!!

Ich werde also jetzt wie eine Drogenabhängige behandelt, wie auch gewissermaßen meine Besucher. Wir werden alle bei Ein- und Ausgang abgetastet. An Feiertage, mit Ausnahme von Frühstück – und Mittagessen – hereinreichen, werde wir durchgängig eingeschlossen, auch im gelockerten Vollzug. Das gilt auch für Weihnachten. Da lasse ich Euch alle hereinspazieren aus Euren Karten und Briefen, sogar vom Goethe-Institut in Hanoi/Vietnam

und wünsche Euch eine gesegnete Festzeit!

Eure
Ursula Haverbeck

90. Geburtstag von Ursula Haverbeck

Christian Bärthel
Ludwig-Jahn-Str. 5
07580 Ronneburg

Tel. 036602-34954
& 0174-8772773

 

Herrn
Uwe Nelle-Cornelsen
Leiter der JVA Bielefeld-Brackwede
Umlostraße 100
33649 Bielefeld

Ronneburg, 08.10.2018

90. Geburtstag von Ursula Haverbeck

 

Sehr geehrter Herr Nelle-Cornelsen,

am 08.11.2018 wird die in Ihrer JVA Gefangene Ursula Haverbeck neunzig Jahre alt. Seit etlichen Jahren bin ich mit dieser einzigartigen Frau befreundet.

Ihren 88. Geburtstag feierten wir mit ihr bei uns in Thüringen. Es war mir ein Vorrecht, ihr dazu eine Torte zu schenken, die wir zusammen mit weiteren Freunden futterten. Als ich scherzhaft zu ihr sagte „Ursula, Du bist jetzt in einem verbotenem Alter.“ hat sie erst gar nicht verstanden was ich meinte, konnte dann aber auch herzhaft lachen über die Interpretationen zu dieser Zahl.

Wenn man sie näher kennt, weiß man, dass sie eine überaus liebenswerte Dame ist, die niemals irgend einem Menschen das Lebensrecht absprechen würde, wie es aber eine Richterin, die sie verurteilte, behauptet hat. Die Richterin hatte entweder keine Ahnung oder hat bewusst gelogen.

Nachdem Ursula in Ihre JVA eingeliefert wurde, schrieb ich ihr am Ende eines Briefes vom 18.05.2018 Kürzlich hatte ich einen Traum, da durften wir Dich vor der Tür der JVA treffen. Ob und wie sich dies wohl erfüllen wird? Mit 1. Thessalonicher 2: 14 – 20 (bitte nachschlagen!) die herzlichsten Grüße und Segenswünsche…“ und gestern sprachen wir an der Stelle, wo wir vor zwei Jahren ihren Geburtstag zusammen gefeiert haben, über ihren bevorstehenden 90. Geburtstag.

Dabei kam mir dieser Traum wieder in den Sinn – und es wäre doch eine zutiefst menschliche Geste, wenn sie an diesem besonderen Tag vor die Tür der JVA geführt werden könnte, damit einige ihrer Freunde ihr persönlich zum 90. Geburtstag gratulieren könnten.

In dem Traum waren wir nicht viele Leute, aber es war eine sehr herzliche Begegnung. Vielleicht ist es auch eine letzte Gelegenheit sie noch einmal außerhalb der JVA lebend zu sehen – schließlich lassen ja auch ihre Kräfte nach und vom Alter her ist sie der Ewigkeit wohl näher als sonst irgend eine Gefangene in Deutschland.

Es wäre also prima, wenn Sie Ihrem Herzen einen Stoß geben und ein wenig Menschlichkeit in diesen dunklen Zeiten hervorleuchtet und Ursula für einige Zeit an ihrem Geburtstag zu uns vor die JVA herauskommen könnte – wäre dies ab 10 Uhr möglich oder eher am Nachmittag ab 14 Uhr?

Geben Sie mir bitte Bescheid, ab wann ich zusammen mit einigen weiteren Freunden an Ursulas Geburtstag am Eingang der JVA sein könnte – es genügt auch ein Anruf unter einer der oben genannten Nummern! Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Christian Bärthel

– Evangelist –

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