Dankesbrief von Ursula Haverbeck aus der Gesinnungshaft – Ende Mai 2018

Bielefeld, den 28. Mai 2018

Liebe Angehörige des Volkes der Dichter und Denker!

Da wacht etwas auf, beginnt vom Protestieren und Jammern zum Handeln überzugehen – und schreibt Briefe in einer so riesigen Zahl.

Die Gefängniszensur bricht beinahe zusammen und ich kann nur völlig überrascht danken für die Gesundheitswünsche und immer wieder angebotene Unterstützung. Bitte versteht, das geht nur noch in einer Sammelantwort.

Sehr viele fragen, was können wir für Dich tun, Ursula? – Genau das, vom Denken und wütendem Schweigen zum Sprechen und Handeln übergehen. Damit könnt Ihr nicht nur für Deutschland und alle Völker dieser Erde etwas tun, sondern auch für mich.

Hier im Haus sind inzwischen alle genau informiert, dank Eurer Demo und der Briefe. Außerdem müssen alle lokalen Medien mehr als einen Tag lang über mich und Euch berichtet haben. Die beiden Lieder habe ich übrigens gut gehört und auch, daß es ein großes Ereignis war, die Reden konnte ich nur gelegentlich in einem Wortfetzen hören.

Nun sind alle Mitarbeiter und Mitgefangene noch freundlicher und hilfsbereiter. Was im Rahmen ihrer Möglichkeiten liegt, tun sie zu meiner Unterstützung beim Einleben in dieser neuen Welt.

Ich habe viel Zeit – völlig ungestört – über die Gestaltung einer wünschenswerten Volksordnung in der Zukunft nachzudenken. Wie viele Seminare haben wir einst dazu durchgeführt und die trapezförmigen Tische, die ich in den sechziger Jahren für unseren Seminarraum entwickelte, um runde und auch eine ovale Form zu erhalten, die habe ich hier im sogenannten Fernsehraum auch vorgefunden, die wurden damals überall nachgemacht.

Damit habe ich schon einige der Fragen beantwortet, die immer auftauchen. Dank für die zahlreichen Briefmarken, die ich sehr gut gebrauchen kann, vor allem für die noch lebenden Jahrgangsgenossen, die, wie ich, das Internet nicht nutzen, sondern lieber lesen und schreiben. Es gibt erstaunlicherweise bisher nur Vorschriften, wie viel Strümpfe, Hosen oder Jacken man haben darf, aber noch nicht, wie viele Briefe ich schreiben darf.

Besonders aufschlußreich auch für manche deutschen Briefe war der Artikel von einem David Hesse aus dem Tagesanzeiger aus der Schweiz vom 11. Mai 2018. Da heißt es: „Keine Frage, Holocaustleugner wie die eben verhaftete Ursula Haverbeck gehören geächtet und bekämpft. Aber nicht ins Gefängnis.“ Als Zwischenüberschrift hieß es: „Wahrheitsgesetze sind ein Fehler.“

Herzlichen Dank für den Brief und ebenso für die zweifelnde Kritik an meiner Frage nach dem Tatort (…), der daran erinnert: „Es gibt ‚meine‘ Wahrheit und ‚deine‘ Wahrheit und es gibt die Wahrheit.“

Forschungsergebnisse über historische Abläufe sind immer subjektiv gefärbt in der Bewertung und unterliegen der Wandlung. Wie war das doch mit Katyn? 40 Jahre lang sollte die Deutsche Wehrmacht dort 4500 polnische Offiziere umgebracht und verscharrt haben. Jelzin überraschte den polnischen Ministerpräsidenten 1991 (oder 92), daß Stalin den Befehl zur Liquidierung von 22.000 polnischen Intellektuellen und Offizieren gegeben hatte, wozu auch die Opfer von Katyn gehörten.

Wurde das jemals in den Medien von der Regierung öffentlich richtiggestellt?

Leider geistert durch einen Teil der Briefe noch immer die Angst, sodaß sie ohne Namen und Anschrift kommen. Vielleicht sollte einmal gemeinsam darüber nachgedacht werden, ob eine Feindmacht besiegt werden kann, solange ihre Gesetze befolgt werden? Können wir auf andere warten?

Natürlich müssen immer Prioritäten gesetzt werden und es gilt für eine Kinderfamilie anderes als für Rentner. So schrieb auch einer sehr berechtigt, warum haben die „Neunzigjährigen, die in den letzten Jahren zu 4-5 Jahren Gefängnis verurteilt wurden, weil sie im 5. Kriegsjahr in Auschwitz eingesetzt waren, nicht nun Klartext vor Gericht geredet?“

Ganz einfach, weil sie nicht Ursula Haverbeck hießen. Wir haben kein Recht, ihnen das vorzuwerfen. Wünschenswert wäre es natürlich gewesen.

Aus allen Briefen klingt immer wieder hindurch, daß die Justiz sich tatsächlich „im Würgegriff der Politik“ befindet (2002 Vorsitzender des Deutschen Richterbundes) und daß wir das „Ende der Gerechtigkeit“ – so der jetzige, Jens Gnisa, hier aus Bielefeld – tatsächlich erleben.

Ich denke in der Abgeschiedenheit nach darüber, was nun für unser Handeln Priorität hat.

Wer dazu gute Gedanken hat – aber bitte nicht Erwartungen an andere – ist herzlich eingeladen, mir das mitzuteilen.

Herzlichen Dank und liebe Grüße von Eurer, durch diese gelungene Aktion hochgestimmten,

Ursula Haverbeck

22 Gedanken zu „Dankesbrief von Ursula Haverbeck aus der Gesinnungshaft – Ende Mai 2018

  1. 1.) Womit, außer mit aufmunternden Worten und Briefmarken, kann man Frau Haverbeck die aktuelle Situation erleichtern?
    2.) Wie steht es um ihren Antrag auf Umwandlung in Hausarrest?
    3.) Ist sie im offenen Vollzug oder noch an der Grenze zur sozialen und sensorischen Deprivation = Folter?
    4.) Was darf man schicken?
    5.) Hat sie ein Haftkonto, auf das man etwas überweisen kann?

    VG an Frau Haverbeck

  2. Respekt vor dieser aufrechten Frau und Schande über die, die sie eingesperrt haben und auf die freie Meinungsäußerung spucken. Warum spert man die nicht ein die permanent gegen das Grundgesetz verstoßen und das Recht mit Füßen treten.

  3. Sie bleibt auch hinter Gittern die „alte“ Ursula!
    Immer nach vorne schauend und nicht jammern.
    Immer zuerst fragen „was kann ich tun“ und nicht auf andere zeigen, was sie tun müssen.

    Schreiben Sie weiter fleißig Briefe und Karten, nicht nur an Ursula!

  4. Wenn alle untreu werden
    Ob diese Zeit Märtyrer, wie Ursula Haverbeck, würdig ist und ob sich deren Einsatz, für den verlorenen Landstriche, der einst der Deutschen Heimatland war, lohnt? Umvolkung, Überfremdung, Islamisierung und Ausplünderung sind unumkehrbar. Aber Ursula als Kränzchenschwester im Häkelkreis? Dann doch besser ungebeugt in Gesinnungshaft!
    „Wir woll’n das Wort nicht brechen
    und Buben werden gleich,
    woll’n predigen und sprechen
    vom heil’gen Deutschen Reich!

    Dr. jur. Frank Kretschmar
    Reichsstraße 13
    04109 Leipzig

  5. Keineswegs teile ich alle Ansichten von Frau Dr. Ursula Haverbeck. Unser Staat und unsere Gesellschaft ist aber stark genug kontere Meinungen auszuhalten. Zumindest sollte das ein freiheitlicher Staat. Einen Menschen, egal ob 89 oder 20 Jahre alt wegen seiner kontreren Ansichten, solange er nicht zu Mord und Gewalt aufruft, ins Gefängnis zu stecken ist ein Skandal ohnegleichen und m.E. nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.

    • Ein „Grundgesetz“ ist nur was Notdürftiges von den Allierten befohlenes -von derher ist es nicht Verfassungskonform.

  6. das was frau haverbeck denkt oder zu wissen glaubt ist für mich strafrechtlich überhaupt nicht relevant. relevant ist allein die tatsache, das ein gericht in deutschland in übereinstimmung mit der derzeit gültigen political correctness eine fast neunzig jährige frau zu einer gefängnisstrafe verurteilt und diese strafe vollstreckt. das gesetzt, welches diese strafe möglich macht, ist zutiefst asozial und hat einen faschistoiden charakter, dient es doch dazu, andersdenkende zu verfolgen und bestrafen. und wenn ein staat und ein gericht dies auch noch bei einer 89 jährigen umsetzen muß, fragt man sich, ob die verantwortlichen noch alle tassen im schrank haben. wir sollten uns alle schämen, das es soetwas in deutschland gibt. während talibane, muslimische meuchelmörder wie der ehemalige leibwächter von osama bin laden von unserem staat alimentiert werden und eine rente von 1200 euro monatlich kassieren, sperrt man eine wehrlose alte frau ein, mit einem urteil, welches für sie der todesstrafe nahe kommt. wie tief müssen menschen sinken, die so etwas sanktionieren. dies mag verstehen , wer will, ich kann das nicht. ich wünsche frau haverbeck alles gute und gesundheit, mögen die götter mit ihr sein…….

    • Alles richtig!
      Aber befleißige dich in Deutscher Rechtschreibung zu artikulieren!
      Groß- und -Kleinschreibung beachten!!!

  7. Ich habe Angst. Ich sage es einfach so, weil es so ist.
    Ich habe das gleiche Unrechtsempfinden, wie es Ursula seinerzeit in dem Panoramainterview beschrieben hat. Die mich immer wieder quälende Frage lautet, wieviel Qual muss ein Mensch, ein Volk erleiden? Warum hat unser Land nicht das Recht, in friedlicher Koexistenz mit anderen Völkern Seite an Seite zu sein? Was haben wir verbrochen, dass man uns seit 1871 bekämpft und die Zeit des Westfälischen Friedens wiederherstellen will?
    Wir sind auch nur Menschen und haben ein Recht auf Heimat! Und daran ist nichts verwerfliches. Jedes Tier hat seinen Platz in der Natur, wo es eng wird, werden Naturschutzgebiete geschaffen.

    Lasst mich doch unter meinesgleichen leben und bekämpft nicht Eure eigene Art!

    Ich bin mir sicher, auch in den höchsten Kreisen herrschen Zweifel an der Realität. Und ich weiß, auch ihr da oben habt Angst. Tut lieber nichts als gegen Euch selbst und stellvertretend Ursula ins Felde zu ziehen, damit bekämpft ihr nicht eure Zweifel sondern ihr bekommt nur noch mehr Angst.

    Tolstoi sagte einmal:
    Je mehr Verfolgung umso offensichtlicher wird die Wahrheit. (Tagebücher 1893)

    Überlegt wie krank es ist Gesetze zu schaffen, in denen steht, was Wahrheit ist! Wahrheit brauchte und braucht NIE Gesetze. Lügen schon. Eine Lüge wird immer nur durch Fakten (Wahrheit) widerlegt. Aber andersrum wird kein Schuh draus.

  8. Ich schließe mich den Worten von Wieland Hoffmann an. Unfassbar was hier mit Menschen, die der meinungsfreiheit, wie wir sie doch hier in deutschland haben sollen, nachkommen, geschieht. Abgesehen vom Alter, dem hier in diesem Land eh keinen Respekt entgegen gebracht wird. Als Mensch, der ich bin, bin ich tief betroffen und denke ueber viele verhaltensweisen in diesem Land nach. Ja wir haben nur das GG, und das unterliegt einer Steuerung anderer Kräfte. Kraft und Gesundheit, für alle, die nicht in der Haft sein sollten wegen ihrer Meinung. Niemand hat das Recht, ein ur-teil ueber andere zu r i c h t e n, schon gar nicht, wenn niemand zu schaden gekommen ist.

  9. OibE h.c. KNABE von der Stasi-Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

    Offensichtlich haben Sie sich als Direktor der Stasi-Gedenkstätte ´ne große Scheibe abgeschnitten, Hubertus KNABE, von den TÄTERN: Wie man Andersdenker anschmiert, vorführt und entrechtet.
    Hier, auf den Punkt, die unverfälschte Kommentar-Stimme des Volkes zu Ihrem schäbigen Gesinnungsterror gegen den Widerstandskämpfer Siegmar FAUST:
    „Erst wurden die Menschen von den SED-Dreckschweinen in Bautzen und Hohenschönhausen eingekerkert und nun werden sie wegen „Nähe zur AfD“ von linksgrünen DreckschweinInnen wieder politisch verfolgt.“
    Sollte Ihnen, KNABE, glatt entgangen sein, dass man Horst MAHLER und Ursula HAVERBECK, beide im NEUNTEN Lebensjahrzent, allein deshalb für Jahre, und damit TODESURTEIL-LEBENSLÄNGLICH, in den Gesinnungs-Kerker warf, weil sie es wagten, einen anderen, als den strafrechtlich befohlenen Blick auf die jüngere deutsche Geschichte zu werfen?! ZUTREFFEND ODER NICHT – ALS OB ES DARAUF ANKÄME! Anstatt unüberhörbar, ohne Wenn und Aber, deren Freiheit einzufordern, machen ausgerechnet Sie System-Lakai den Ungebeugten und Aufrechten an Ihrer Seite, der sich mit diesem himmelschreienden Unrecht nicht abfindet, mundtot.
    Ich hatte meinen komfortablen Schreibtisch in der Akademie der Wissenschaften der DDR, Institut für Theorie des Staates und des Rechts, neben anderen Repressalien, nicht freiwillig mit zugigen Friedhofswinkeln eingetauscht, um, bis zur Wende flächendeckend mit Berufsverbot überzogen, eineinhalb Jahrzehnte als Leichenredner zu vegetieren.
    Unterstehen Sie sich gefälligst, von einer Verfolgten-Mehrheit zu schwätzen, die Ihre Schändlichkeit billigt. Meine Leidensgefährten und ich verurteilen diese aufs Schärfste. Legen Sie Ihre Ämter nieder, KNABE, und fahren Sie zur Hölle! Ihr Genosse Erich MIELKE liebt zwar auch dort alle Menschen, Kreaturen wie Sie aber ganz besonders.
    Dr. jur. Frank Kretzschmar
    Reichsstraße 13
    04109 Leipzig

  10. Bilder sagen mehr als Tausend Worte. Unsere Gesichter sind der innigste Ausdruck unsrer Geistes – und Seelenhaltung. Man Vergleiche die Physiognomie Frau Merkels mit der von Frau Ursula Haverbeck. Wie viel abgeklärte Güte, Warmherzigkeit, ja Weisheit hat sich in den Gesichtszügen Ursula Haverbecks unauslöschlich eingefunden. Ihrer Austrahlung kann man sich kaum entziehen. Da verblasst sogar das Gesicht der Queen daneben. Wenn wir dann neben dem Konterfei Frau Haverbecks das von Frau Merkel stellen, wird uns der krasse Unterschied vollkommen klar. Ganze Welten stoßen hier aufeinander. Die Queen zeigt nicht das Bild einer Mutter der Nation. Dafür tragen ihre Gesichtszüge eine in sich erstarrte, pflichtbewußte Anstrengung. Dies zeigt sich besonders in ihrem gefrorenen Lächeln. Sie muss traditionell den Schein wahren, sonst bricht Albion auseinander. Die Physiognomie Merkels lässt dagegen die Vermutung eines kalten Zynismus aufkommen, der keine höheren Wahrheiten zu lässt. zu. Also auch physiognomisch keine Mutti der Nation. Ganz anders dagegen die Physiognomie Ursula Haverbecks. Sie weist die klassischen Gesichtszüge einer Mutter der Nation auf. Als solche wird sie in die Geschichte Deutschlands eingehen ob Merkel es will oder nicht.

  11. Auch ich habe an Frau H. geschrieben. Sie erinnert mich – auch rein vom Äußerlichen – sehr an meine Großmutter. Auf Videos von Volkslehrer mit ihr kann man mehr über Hintergründe ihre jahrzehntelangen KAMPFES erfahren. Es lohnt sich, mal hineinzuschauen!

  12. Die Armen. So vergraben in Verschwörungen hin und her, dass sie sich selber ihrer Glaubwürdigkeit vor der normal-arbeitenden Gesellschaft verwirkt haben.

    Anstatt die Einwanderung von Wildfremden zum Thema zu machen, ist euch eine Judenverschwörung wichtiger gewesen.

  13. Liebe Frau Haverbeck,
    wenn nur 1% der Deutschen so einen festen Willen wie sie hätte, würde es in diesem Land anders aussehen.
    Auch wenn wir nicht Viele sind, die an ihrem Schicksal Anteilnahme zeigen, so hoffe ich doch das es immer mehr werden denen Sie die Augen öffnet.
    Unsere Hochachtung vor ihrem starken und unbeugsamen Willen haben sie ganz sicher.
    Bleiben sie stark und vor allem gesund.
    Ganz liebe Grüße aus Sachsen
    Gunter Friebel

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